Medienmitteilung: Eine Zwängerei der Bürgerlichen

Der Basler Gewerkschaftsbund unterstützt die Unia beim Ergreifen des Referendums gegen die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten! 

Bereits vor rund fünf Jahren lehnten die stimmberechtigten Baselerinnen und Basler eine Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten ab. Offenbar ist den Stimmenden in Basel bewusst, dass verlängerte Öffnungszeiten dem Verkaufspersonal die ohnehin schon nicht so guten Arbeitsbedingungen zusätzlich verschlechtern.

Aber die bürgerlichen Grossrätinnen und Grossräte erzwingen nun mit dem gestrigen Entscheid über die Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten erneut eine Abstimmung. Die Unia hat bereits bekanntgeben, dass sie das Referendum gegen diesen Beschluss ergreift.

Der Grund für diese bürgerliche Zwängerei ist nicht ersichtlich. Niemand ist darauf angewiesen, am Samstag und vor Feiertagen zwei Stunden länger einzukaufen. Denn zu diesen Zeiten sind sowieso alle Leute mit ihren Familien zusammen oder schon mit Freunden im Ausgang. Schon heute werden die Ladenöffnungszeiten nur von wenigen Geschäften überhaupt ausgeschöpft.

Solange die Arbeitsbedingungen nicht in einem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) geregelt sind, in dem höhere Mindestlöhne und Zuschläge für Abendeinsätze vereinbart werden, ist eine Ausweitung nicht akzeptabel.

Der Basler Gewerkschaftsbund (BGB) ist überzeugt davon, dass die Gewerkschaften und linken Parteien die Abstimmung über dieses Referendum wiederum gewinnen. Denn die Baslerinnen und Basler wollen nicht, dass das Verkaufspersonal, mit einem Mindestlohn von 3‘500.- bei 12 Monatslöhnen, noch schlechtere Arbeitsbedingungen hat.

Letzte Änderung am Donnerstag, 07 Juni 2018 14:45
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